Die Geschichte im Überblick

 

Für die Gründung des Innsbrucker Arbeitskreises für Psychoanalyse spielen im Vorfeld inhaltliche Entwicklungen an der psychiatrischen Klinik Innsbruck kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges und in dem Zusammenhang Eduard Grünewald und Igor Caruso eine entscheidende Rolle.
In der Folge ist bereits 1953 der „Innsbrucker Arbeitskreis für Tiefenpsychologie" als westlichste Gruppe des Wiener Arbeitskreises aktiv.
Im Zuge dieser Entwicklung wird 1976 der Innsbrucker Arbeitskreis für Tiefenpsychologie als eigenständiger Verein gegründet.
Ende der 80-er Jahre kommt das damalige Selbstverständnis in der Umbenennung „Innsbrucker Arbeitskreis für Psychoanalyse" zum Ausdruck.
Die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb von Österreich aber auch international sind eine zentraler Strang in der Geschichte des Arbeitskreises.
Bis heute finden regelmäßige LeiterInnentreffen der österreichischen Arbeitskreise für Psychoanalyse sowie neuerdings Vernetzungstreffen aller österreichischen Arbeitskreise und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung statt.
Die Ausbildungskooperation mit den Arbeitskreisen Salzburg/Klagenfurt und Linz/Graz besteht seit vielen Jahren erfolgreich.
Selbstverständlich ist der Innsbrucker Arbeitskreis für Psychoanalyse in der Folge des verabschiedeten Psychotherapiegesetzes als fachspezifische Ausbildungseinrichtung für Psychoanalyse/psychoanalytische Psychotherapie staatlich anerkannt worden (1993).
Die Mitgliedschaft in der 1962 gegründeten „International Federation of Psychoanalytic Societies" wird auch heute noch aktiv gelebt.
Im Selbstverständnis und den Aktivitäten der Gegenwart zeigt sich die Diskussionsgeschichte in reichhaltigen und auch kontroversen Debatten zu den Kernfragen der Psychoanalyse wie in den psychoanalytischen Betrachtungsweisen von individueller, sozialer, gesellschaftlicher, kultureller und geistiger Entwicklung.
Aktuell wird der Schwerpunkt Kinderanalyse entwickelt.
Die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, den Personen der Gründungszeit und der Frage, was deren Leben und Handeln für die Entwicklung des Arbeitskreises und somit für uns heute bedeutet, ist unbestritten. Sie birgt die Chance und Möglichkeit „ererbte" Tabus in Diskurs zu bringen.

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Kontakt

Innsbrucker Arbeitskreis für Psychoanalyse
Colingasse 7/III
A-6020 Innsbruck

Sekretariat:
Frau Mag.a Amarilla Ferenczy

Telefonische Anmeldung für die Ambulanz:
Montag  11:30 bis 14.00 Uhr
Donnerstag  12:00 bis 15.00 Uhr


Tel.: (0512)-58 28 27
Fax: (0512)-560540
e-mail: psychoanalyse.ibk@aon.at

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS:

Veranstaltung der Wissenschaftlichen Gesellschaft FREIBERG: 

Krieg und Frieden

3. - 4.3.2023, Salzburg

Freiberg_Krieg_und_Frieden_3._4.23.pdf

 

NACHRUF

Liebe Kolleg*innen!

Am 24.11.22 ist Thea Bauriedl, eine der wesentlichen Repräsentantinnen und Theoretikerinnen des intersubjektiven Ansatz der Psychoanalyse in Deutschland verstorben. Mit ihren Schriften zu Beziehungsanalyse, den Weiterbildungslehrgängen in psychoanalytischer Paar- und Familientherapie und ihrem Engagement, sich als Psychoanalytikerin in das politische Geschehen einzubringen (gemeinsam mit Frieder Wölpert hat sie die AG 'Politische Psychoanalyse' gegründet) hat sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Psychoanalyse geleistet.

Sie war mehrfach als Gastreferentin im Innsbrucker Arbeitskreis aktiv und einzelne Mitglieder des IAP hatten auch darüber hinaus beruflichen und persönlichen Kontakt zu ihr.

 

ZUM NACHLESEN:

Buchrezension von Christian Kläui zu Gerhard Zenaty (2022): Sigmund Freud lesen. Eine zeitgemässe Re-Lektüre.

Buchrezension Christian Kläui

 

 BUCHPRÄSENTATION:

Postödipale Gesellschaft mit Tove Soiland, Lacan-Archiv Bregenz

09.09.2022, 20.00 Uhr

BUCHPRAESENTATIONBregenz.pdf